Zahl der Pilzvergiftungen im Land gesunken
Rostock (ddp-nrd). Die Zahl der an echten Pilzvergiftungen erkrankten Einwohner in Mecklenburg-Vorpommern ist in den vergangenen Jahren gesunken. 2008 seien sechs Fälle gemeldet worden, sagte Oliver Duty, Landespilzsachverständiger am Landesamt für Gesundheit und Soziales, am Dienstag in Rostock. Im Jahr zuvor seien es noch 14 Fälle gewesen, 2006 waren es 17. Keine Erkrankung endete tödlich.
Während diese schweren Fälle auf den Verzehr giftiger Pilze zurückzuführen gewesen seien, habe es weitaus mehr sogenannter unechter Pilzvergiftungen gegeben, sagte Duty weiter. Dabei seien eigentlich essbare Pilze ungenügend erhitzt oder zu fett gebraten worden, der Körper reagiere auf den Verzehr mit Symptomen wie Erbrechen und Durchfall. Die Gefahr einer solchen unechten Pilzvergiftung solle nicht unterschätzt werden, sagt Duty.
Die 46 ehrenamtlich arbeitenden Pilzberater des Landes haben im vergangenen Jahr weit mehr als 400 stark giftige Pilze aus den Körben der Sammler aussortiert. Darunter waren vor allem Gifthäublinge, aber auch Frühjahrslorcheln, Pantherpilze und Grüne Knollenblätterpilze. Hinzu kamen Tausende Exemplare weniger giftiger, aber ebenfalls ungenießbarer Pilzarten wie Giftegerlinge, Grünblättrige Schwefelköpfe oder Kahle Kremplinge.
Der aktuelle Jahresbericht zur Pilzberatung und Pilzaufklärung des Landesamtes steht im Internet unter lagus.mv-regierung.de in der Rubrik Aktuelles.
Ebenfalls Lesenswert:
- Pilzschwemme in Wäldern des Landes
- Landespilzausstellung öffnet am Wochenende in Rostock
- Landesbehörde warnt vor Fuchsbandwurm
- Zahl der Golftouristen im Land gestiegen
- Immer mehr Angelurlauber zieht es in den Nordosten
