Stralsunder Ozeaneum zeigt Finnwalherz (Mit Bild)
Stralsund (ddp-nrd). Das präparierte Herz eines an der Ostseeküste gestrandeten Finnwales ist seit Mittwoch im Stralsunder Ozeaneum zu sehen. Das 61 Kilogramm schwere Ausstellungsstück stammt von einem Wal, der Anfang 2006 leblos auf einer Sandbank vor Wismar gefunden wurde, wie eine Museumssprecherin sagte. Das mit zwei Metern Umfang gewaltig groß wirkende Herz werde neben einem präparierten menschlichen Organ gezeigt, das in der Regel nur faustgroß und bis zu 300 Gramm schwer werde, sagte die Sprecherin.
Das in der Mecklenburger Bucht gestrandete Walweibchen war 16,5 Meter lang und wog 20 Tonnen. Das noch nicht komplett ausgewachsene Tier hatte sich offenbar in den flachen Ostseegewässern verirrt und war verhungert. Der tote Wal war nach Warnemünde geschleppt und dort auf einen Schwerlaster verladen worden. Greenpeace hatte den Kadaver dann vor die japanische Botschaft gefahren, um dort gegen den Walfang zu protestieren. Danach wurde das Tier den Präparatoren des Stralsunder Meeresmuseums übergeben.
Das jetzt gezeigte Finnwalherz hat seinen Platz in der Greenpeace-Ausstellung «Riesen der Meere», die unter anderem die Nachbildungen eines 26 Meter langen Blauwals, eines Buckelwalweibchens mit Kalb sowie eines Orcas zeigt.
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