Rostocker wollen das Matrosendenkmal retten
Umzug statt Abriss lautet die Devise, die Rostocks bekanntes Matrosendenkmal nun vor dem Niedergang retten soll. So könnte die monumentale Skulptur künftig direkt vor dem Rathaus der Hansestadt Rostock die Blicke auf sich ziehen.
Dies hat heute eine Rathaus-Expertengruppe vorgeschlagen, die sich angesichts vernichtender Schlagzeilen einer Rostocker Zeitung vom Wochenende zum Schicksal der Skulptur spontan konstituiert hatte. Das Blatt hatte über Ideen berichtet, das kämpferische Denkmal im Zuge einer künftig friedvoll-freundlichen Warnowufergestaltung einfach zu beseitigen. Dem tritt die Arbeitsgruppe "Hanseatische Stadtbilderneuerung" nun entschieden entgegen.
Obst- und Gemüsemarkt statt Abrissbirne lautet der Vorschlag, der das umstrittene Denkmal direkt auf den Neuen Markt bringen soll. Im Gegenzug könnte der ohnehin viel maritimer angehauchte Möwenbrunnen an die Uferpromenade wandern, so die Expertenkommission. Unentschieden zeigten sich die engagierten Kunstverfechter des Rathauses allerdings noch zur künftigen Ausrichtung des Matrosendenkmals. Schließlich zeige eine geballte Bronzefaust nicht einfach so in die Luft, so die Meinung der Experten.
Denkbar wäre dazu eine Bürgerumfrage, so der richtungweisende Vorschlag der Kommission, die sich abschließend darauf einigte, mit der Klärung dieser Angelegenheit zwei weitere Unterarbeitsgruppen zu beauftragen.
Quelle: Hansestadt Rostock, Der Oberbürgermeister Pressestelle, 18050 Rostock
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