Haftbefehl gegen fünfköpfige Räuberbande aus Schwerin
Schwerin (ddp-nrd). Wegen des Verdachts des schweren Bandendiebstahls hat das Amtsgericht Schwerin Haftbefehle gegen fünf Männer im Alter von 28 bis 39 Jahren erlassen. Die Schweriner sollen für mehrere Einbrüche in Schnellrestaurants und Postverteilungszentren in mindestens drei Bundesländern verantwortlich sein, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Schwerin am Montag sagte. Dabei sollen sie rund 28 000 Euro erbeutet haben. Vier der fünf Tatverdächtigen seien einschlägig vorbestraft, bei einer Verurteilung droht ihnen den Angaben zufolge Haftstrafen von bis zu zehn Jahren.
Im Juli 2007 sollen zwei der Tatverdächtigen gemeinsam mit zwei unbekannten Mittätern in ein Schnellrestaurant in Bad Mergentheim in Baden-Württemberg eingebrochen sein und aus einem Tresor 23 000 Euro gestohlen haben. Im Dezember 2008 drangen die fünf Tatverdächtigen laut Staatsanwaltschaft in ein Postverteilungszentrum in Stelle in Niedersachsen ein und entwendeten 2500 Euro aus einem Tresor. Nur drei Tage später sollen drei der Schweriner in Warstein in Nordrhein-Westfalen ebenfalls in einem Verteilungszentrum der Post 2100 Euro entwendet haben.
Bereits im Juli 2008 habe man das 31-jährige mutmaßliche Bandenmitglied in Wittstock in Brandenburg gestellt, nachdem der maskierte Mann in der Nähe eines Schnellrestaurants mehrere Telefonleitungen durchtrennt hatte. Offenbar sollte dadurch ein weiterer Einbruch vorbereitet werden. In Zusammenarbeit zwischen der Kriminalpolizeiinspektion Schwerin und dem Landeskriminalamt seien jetzt alle fünf Tatverdächtigen in Hamburg und in Schwerin festgenommen worden. Es werde nun ermittelt, ob die Gruppe noch für weitere Einbrüche verantwortlich sei.
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