Greifswald kündigt Gesellschaftervertrag über Theater Vorpommern
Greifswald (ddp-nrd). Die Hansestadt Greifswald will den gemeinsamen Gesellschaftervertrag mit Stralsund über den Betrieb des 1994 fusionierten Theaters Vorpommerns kündigen. Einen entsprechenden Beschluss habe die Bürgerschaft am Montag gefasst, teilte die Stadtverwaltung Greifswald am Dienstag mit.
Zuvor hatte sich der Greifswalder Hauptausschuss dafür ausgesprochen, dass wichtige Belange des Theaters nur noch einstimmig durch die beiden Hauptgesellschafter Stralsund und Greifswald entschieden werden sollten. Die Insel Rügen, die 2006 ihre Spielstätte in Putbus in den Theaterverbund einbrachte und nur 4,7 Prozent der Stimmanteile hält, gilt nicht als Hauptgesellschafter. Angestrebt werde nun eine entsprechende Änderung des Gesellschaftervertrages, sagte die Greifswalder Pressesprecherin Andrea Reimann.
Anlass für den Vorstoß ist der Streit um die Zukunft von Intendant Anton Nekovar. Nach personellen Querelen hatte der Aufsichtsrat im November 2008 dafür plädiert, den am 31. Juli 2010 auslaufenden Vertrag mit Nekovar nicht zu verlängern. In der vergangenen Woche hatte Greifswald in der Gesellschafterversammlung dem Vorschlag zugestimmt, während Stralsund und Rügen für eine zweijährige Fortsetzung von Nekovars Anstellung votierten.
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