CDU fordert zusätzliches Personal im Schulbereich

Schwerin (ddp-nrd). Eine Woche nach der Kultusministerkonferenz in Stralsund plädiert die CDU für die Bereitstellung von zusätzlichem Personal im Schulbereich. Angesichts der Herausforderungen durch die Selbstständige Schule, verstärkte Ganztagsschulangebote und der verbesserten individuellen Förderung müsse ein zeitgemäßes Personalentwicklungskonzept entwickelt werden, sagte der bildungspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Marc Reinhardt, am Mittwoch in Schwerin.

Wegen anstehender Pensionierungen müssten jährlich mindestens 300 Stellen neu besetzt werden, sagte Reinhardt. Daher sollte die Zahl der Referendarstellen im Vorbereitungsdienst verdoppelt werden. Zugleich müsse der Einstellungskorridor für junge Lehrer von gegenwärtig 170 auf jährlich wenigstens 300 Stellen erweitert werden. Erforderlich seien ein klares Bekenntnis zur Vollzeitbeschäftigung, zur Verbeamtung von Referendaren und zu einer angemessenen Vergütung.

Gegenwärtig werden im Nordosten etwa 1000 Lehramtsstudenten ausgebildet. Etwa 340 von ihnen nehmen ein Referendariat in Mecklenburg-Vorpommern auf. Letztlich ergreifen nur etwa 100 junge Lehrer die Chance einer Anstellung im Land.

In der vergangenen Woche hatten sich die Kultusminister in Stralsund auf einen Verzicht auf eine aggressive Lehrerabwerbung geeinigt. Zugleich verständigten sie sich darauf, dass jedes Land für sich bis Juni seinen längerfristigen Lehrkräftebedarf ermitteln und entsprechende Ausbildungskapazitäten bereitstellen soll.

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Dienstag, 22. Mai 2012

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