Anklage gegen Berufsschüler wegen Amok-Drohung erhoben

Rostock (ddp-nrd). Wegen Amok-Drohungen im Internet ist gegen einen 19-jährigen Berufsschüler aus dem Landkreis Bad Doberan Anklage erhoben worden. Der Teenager habe die Tat eingeräumt, aber beteuert, sie niemals habe begehen zu wollen, teilte die Staatsanwaltschaft Rostock am Montag mit. Bei einer Durchsuchung seien keine Waffen gefunden worden. Für einen Haftbefehl habe es keine Veranlassung gegeben.

Der 19-Jährige hatte in der Nacht zum Freitag auf einem Online-Spieleportal mehreren Chat-Partnern gegenüber angekündigt, in der Innenstadt Amok laufen und 150 Menschen töten zu wollen. Ein Beobachter verständigte daraufhin die Polizei, die den Berufsschüler bereits am Freitagmittag ausfindig machen konnte. Die Ermittlungen seien noch am selben Tag abgeschlossen worden, teilte die Staatsanwaltschaft mit.

Dem jungen Mann wird Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung des Mordes vorgeworfen. Dieses Vergehen wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe geahndet, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte.

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Dienstag, 22. Mai 2012

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