Neues Zuhause der Rostocker Robben

Rostock: “Am 11. Juni werden wir das Robbenforschungszentrum ganz offiziell und mit allem Drum und Dran eröffnen”, sagt Prof. Guido Dehnhardt, der am 1. Juni vergangenen Jahres mit seinen neun Seehunden vom Kölner Zoo nach Hohe Düne in einer spektakulären nächtlichen Aktion umgezogen ist. Die Tiere haben sich von der ersten Stunde an im Ostseewasser pudelwohl gefühlt und einen außerordentlich gesunden Appetit entwickelt. Das internationale Wissenschaftler-Team um den Zoologen Guido Dehnhardt hat die Arbeit mit den männlichen Robben sofort aufgenommen und sich ganz nebenbei in der Kunst der verschiedenen Baugewerke geübt.

Inzwischen ist ein ehemaliges Fahrgastschiff als Mittelpunkt der Forschungsanlage weitgehend ausgebaut. "Die Arbeiten auf dem Schiff nähern sich dem Ende", sagt Petra Schumann, die in dem am Institut für Biowissenschaften in der AG Sensorische & Kognitive Ökologie der Universität Rostock angesiedeltem Forschungsprojekt administrative Aufgaben wahrnimmt. Dazu gehören vor allem auch die terminlichen Absprachen mit Interessenten, die mehr über die Robbenforschung erfahren möchten oder einen Besuch bei den Seehunden zu einem bestimmten Anlass wie Geburtstag oder Urlaubs-Event verschenken möchten.

"Die wissenschaftliche Arbeit hat in jedem Fall Vorrang. Deshalb ist ein Besuch nur nach vorheriger Terminvereinbarung möglich. Unser Telefon ist montags bis sonntags von 8 bis 18 Uhr geschaltet. Erreichbar sind wir unter der Rufnummer 50 40 81 81", sagt Schumann, die auf ein großes Interesse kleiner und großer, alter und junger Tierfreunde verweist.

"Ein Wunschtermin sollte rechtzeitig geäußert werden, denn wir benötigen mindestens eine Woche Vorlauf, da solch eine Veranstaltung in den Zeitplan der Wissenschaftler eingepasst werden muss", betont die Termin-Koordinatorin.

Neben der Teilnahme an einer Führung besteht auch die Möglichkeit, mit den Seehunden zu tauchen und zu schwimmen. Ein Angebot, das in Zusammenarbeit mit einer ortsansässigen Tauchschule offeriert und in kleinsten Gruppen angeboten wird. Außerdem können Besucher "Seehunde hautnah" erleben.

Allerdings, so Petra Schumann, ist es nicht gestattet, den Tieren allerlei Leckerlis mitzubringen. Und ganz klar: Die Anweisungen der Forscher müssen befolgt werden, denn Seehunde sind keine Schmusekatzen, sondern wilde Tiere.

Quelle: nnn.de

Ebenfalls Lesenswert:

Kommentar schreiben

Dienstag, 07. Feber 2012

Reservierungsanfrage Ostsee Ferienwohnung