Beabsichtigte Fusion zweier Linken-Kreisverbände vom Tisch
Ludwigslust (dapd-lmv). Im innerparteilichen Streit über die geplante Fusion von zwei Kreisverbänden der Linken ist am Samstag eine Entscheidung gefallen. Auf einem Landesparteitag in Ludwigslust erreichte ein Antrag von Landesparteichef Steffen Bockhahn auf eine Zusammenlegung der Kreisverbände Stralsund und Vorpommern-Rügen nicht die erforderliche Zweidrittelmehrheit. Damit bleibt der Kreisverband Stralsund nun weiter eigenständig, wie Kreisverbandsvorsitzende Marianne Linke auf dapd-Anfrage sagte. Sie hatte sich stets gegen eine Auflösung ihres Verbandes ausgesprochen.
Linke kritisierte, dass sich der Landesvorstand in der Angelegenheit über einen zuvor ergangenen Beschluss des Landgerichts Schwerin hinwegsetzte, mit dem untersagt worden war, den Fusions-Antrag auf dem Parteitag zur Abstimmung zu bringen.
Ebenfalls Lesenswert:
- NDR: Linksparteitag darf nicht über Kreisverbandsfusion entscheiden
- Kreisverband der Linken droht mit Klage gegen Landesvorstand
- Weiter Streit um Auflösung des Linken-Kreisverbandes Stralsund
- Nordost-Linke vertagt Debatte über Mauerbau
- Nord-SPD will auf Parteitag über vorzeitige Neuwahl in Schleswig-Holstein beraten
