Polizei hält am bisherigen Sicherungskonzept für Castor-Transport fest

Lubmin (dapd-lmv). Zur Absicherung des nächsten Castor-Transportes mit Atommüll ins Zwischenlager Nord (ZLN) bei Lubmin werden Landes- und Bundespolizei das gleiche Konzept verfolgen wie im Dezember. Es habe sich im Wesentlichen bewährt, sagten der Leiter der Polizeidirektion Stralsund, Siegfried Bruß, und der Leiter der Bundespolizeiinspektion Pasewalk, Tino Peisker, am Donnerstagabend in Lubmin.

Die beiden für die polizeiliche Sicherung des Transportes in Mecklenburg-Vorpommern zuständigen Polizeiführer hatten sich auf einer vom Lubminer Bürgermeister einberufenen Einwohnerversammlung der Kritik der Bürger gestellt. Von Einwohnern war vor allem das Verkehrschaos infolge einer achtstündigen Vollsperrung von Straßen und den Bahnübergängen im Abschnitt zwischen Greifswald und Lubmin während des Castor-Transports am 16. Dezember bemängelt worden.

Bruß räumte zwar Fehlentscheidungen ein. Ursache der Probleme seien die Störaktionen der Castor-Gegner sowie die extremen Witterungsbedingungen an diesem Tag gewesen, nicht aber Maßnahmen der Polizei, sagte er. So habe beispielsweise die Schneeräumtechnik nicht ausgereicht, sodass zwei Bereitschaftshundertschaften nicht eingesetzt werden konnten.

Peisker zufolge ließen sich einige Schranken nicht wieder öffnen, weil sie angefroren waren. Beide Polizeiführer versprachen, die Einschränkungen für die Bevölkerung während des bevorstehenden Transports Mitte Februar zu minimieren. Bevölkerung und Unternehmen müssten sich dennoch wieder auf gravierende Beeinträchtigungen einstellen, weil ein sicherer Transport der Castor-Behälter Vorrang habe.

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Dienstag, 22. Mai 2012

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