Hamburger SV nimmt an Aktionstag gegen Rechts teil
Hamburg/Rostock (ddp-nrd). Nach den verfeindeten Fußballclubs FC St. Pauli und FC Hansa Rostock hat nun auch der Hamburger SV seine Teilnahme am Aktionstag gegen Rechtsextremismus «Hamburg und alle stehen auf!» am Samstag (4. September) zugesagt. Dies bestätigte der Vorstandsvorsitzende des Hamburger SV, Bernd Hoffmann, am Mittwoch per E-Mail, wie der Leiter der Kampagne «Laut gegen Nazis», Jörn Menge, am Donnerstag in Hamburg mitteilte. Damit wollen die Vereine ein Zeichen gegen Rassismus, Antisemitismus, Homophobie, Gewalt, Hass und Menschenverachtung setzen.
Mit der Aktion auf dem Hamburger Spielbudenplatz wollen sich die Fußballclubs FC St. Pauli und FC Hansa Rostock einander annähern. Fans beider Clubs sind seit Jahren verfeindet, wobei es immer wieder zu gewalttätigen Krawallen am Rande von Spielbegegnungen gekommen ist. In den jeweiligen Feindbildern gilt der Hamburger Verein als links, der Rostocker Club als rechts.
Zum Anderen beteiligt sich der Hamburger SV an der Aktion, weil Fans des FC St. Pauli sowie der Torhüter Benedikt Pliquet jüngst von HSV-Hooligans angegriffen wurden. Nach dem Aufstieg des FC St. Pauli treffen die beiden Hamburger Clubs in dieser Saison am 19. September erstmals wieder in der Bundesliga aufeinander.
Am Aktionstag am Samstag sind ab 18.30 Uhr Reden von FC-St.-Pauli-Präsident Stefan Orth, HSV-Sportchef Bastian Reinhardt und Hansa-Vorstandsmitglied Peter Zeggel geplant. Bereits um 14.30 Uhr hält Hamburgs Justizsenator Till Steffen (GAL) die Eröffnungsansprache zur Kundgebung.
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