Stralsund will Klosteranlage Rambin vermarkten
Stralsund/Rambin (ddp-nrd). Die ehemalige Klosteranlage Rambin auf der Ostseeinsel Rügen soll in den nächsten Jahren verpachtet werden. Denkbar sei eine teilweise Bebauung des 2,4 Hektar großen Areals, sagte Stralsunds Stadtkämmerer Hans-Georg Heinrich.
Das unter Denkmalschutz stehende Anwesen befindet sich im Besitz der Hansestadt Stralsund. Zu ihm gehören eine gotische Kapelle aus dem 15. Jahrhundert, ein Park, fünf Wohnhäuser, zwei Nebengebäude sowie mehrere Garagen, Lauben und Bungalows. Die Stralsunder Bürgerschaft hatte kürzlich der Empfehlung der Stadtverwaltung zugestimmt, die ehemalige Klosteranlage nicht zu verkaufen, sondern möglichst über eine Erbbaupacht zu vermarkten. Der Verkehrswert beläuft sich laut einem Gutachten derzeit auf mindestens 200 000 Euro.
Die aus einem Hospital und Siechenhaus bestehende Klosteranlage war 1334 von einem Stralsunder Ratsherren der Stadt gestiftet worden. In ihrer Blütezeit hatten die einst sechs Stralsunder Klöster einen Grundbesitz von 14 200 Hektar angehäuft. Einen Großteil davon erhielt die Stadt nach der Wende durch Rückübertragung zurück. Heute verfügt sie noch über 5500 Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche, 2000 Hektar Grünland sowie 500 Hektar Wald.
(folgt Korrespondentenbericht bis 12.00 Uhr; 60 Zeilen)
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