Maritimes Netzwerk entwickelt Seekarten und Schiffbauprogramme in 3D

Rostock (ddp-nrd). Ein Netzwerk von Softwareentwicklern und maritimen Unternehmen will sich für einen stärkeren Einsatz von 3D-Computergrafik in Schiffbau und Schifffahrt einsetzen. Rund zwei Dutzend Partner aus Industrie und Forschung stellten sich am Dienstag erstmals auf der Messe 3D Maritim vor. Ziel sei, Innovationspotenziale der 3D-Technik für neue Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln, sagte Uwe von Lukas, Projektleiter vom Fraunhofer Institut für Grafische Datenverarbeitung in Rostock, das die Messe und das Netzwerk initiiert hat.

Dreidimensionale Bildtechnik werde bereits bei der Präsentation von Schiffen und in der Konstruktion eingesetzt, sagte von Lukas. Auf diesem Gebiet seien deutsche Werften weltweit Vorreiter, dazu zählten die HDW Kiel, die Meyer Werft Papenburg und die Flensburger Schiffbau Gesellschaft. Neu seien dreidimensionale Seekarten, die eine nie dagewesene Form der Navigation ermöglichten. Von großem Nutzen würden auch 3D-Programme zur Wartung von Maschinen und Anlagen wie auch zum Training von Crewmitgliedern sein, sagte von Lukas. Hier werden beispielsweise Computersysteme entwickelt, die den Mechaniker bei seinem Rundgang im Maschinenraum auf Fehler hinweisen und ihm Anweisungen zur Beseitigung der Mängel geben.

Durch eine technologische Unterstützung ließen sich Daten besser aufbereiten und bildlich darstellen, sagte von Lukas. Das sei wichtig, um Unfälle von vornherein zu vermeiden oder - wie aktuell im Fall der Ölkatastrophe im Golf von Mexico - die Folgen besser zu bekämpfen.

(folgt Nachrichtenfeature, 50 Zeilen, bis 1300)

(3d-maritim.de)

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Dienstag, 22. Mai 2012

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