Tarifverhandlungen für Hotel- und Gaststättengewerbe gescheitert

Schwerin/Hamburg (ddp-nrd). Die Tarifverhandlungen für das Hotel- und Gaststättengewerbe in Mecklenburg-Vorpommern sind gescheitert. Nach monatelangen Verhandlungen seien die Gespräche abgebrochen worden, teilten der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) und die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) am Dienstag mit.

Nach Angaben der Dehoga hatten die Gewerkschaftsvertreter mehrfach die immer wieder erhöhten Tarifangebote der Arbeitgeberseite abgelehnt. Demnach hätten sich die Einstiegslöhne in den 1400 Mitgliedsunternehmen um rund 13 Prozent und die Entgelte aller anderen Tarifgruppen um 5 Prozent erhöht, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Dehoga-Präsident Guido Zöllick. Die Ausbildungsvergütungen sollten um bis zu einem Drittel angehoben werden. Mehr sei wirtschaftlich nicht vertretbar, betonte Zöllick.

Die NGG bezeichnete die ultimativ angebotene Tariferhöhung als nicht akzeptabel. Eine Lohnerhöhung um fünf Prozent hätte bedeutet, dass zum Beispiel eine ausgebildete Fachkraft mit nur 1164 Euro nach Hause gegangen wäre, sagte der Chef des NGG-Landesbezirks Nord, Herbert Grimberg, in Hamburg. Mit dem von der Dehoga angebotenen Tarifanstieg würden Mecklenburg-Vorpommerns Beschäftigte in der Gastronomie und im Hotelgewerbe noch immer mit 151 Euro unter dem Tarifdurchschnitt des bundesweit zweitschlechtesten Tarifniveaus von Sachsen-Anhalt liegen.

Ebenfalls Lesenswert:

Kommentar schreiben

Dienstag, 22. Mai 2012

Reservierungsanfrage Ostsee Ferienwohnung