Urteil im Sicherungsverfahren gegen Messerstecher angekündigt

Rostock (ddp-nrd). Der Prozess wegen der tödlichen Messerattacke auf zwei Menschen Mitte Februar in Rostock ist am Dienstag mit weiteren Zeugenvernehmungen fortgesetzt worden. Am Nachmittag sollte vor dem Rostocker Landgericht das Gutachten über den Gesundheitszustand des 51-jährigen Beschuldigten vorgestellt werden, wie eine Gerichtssprecherin sagte. Der Mann hatte zu Beginn des Sicherungsverfahrens die Taten eingeräumt und angegeben, sie unter Wahnvorstellungen begangen zu haben.

Laut Anklage hatte er mit einem Küchenmesser auf einen 67-jährigen Passanten sowie eine 66 Jahre alte Frau, die dem Opfer zu Hilfe eilte, eingestochen. Beide starben. Auch einen Polizisten attackierte er. Das erste Opfer habe für ihn das Böse verkörpert, die herbeieilende Frau habe ihn verwirrt, hatte der Beschuldigte ausgesagt. Die Taten täten ihm leid, er habe bereits am Morgen der Tat geahnt, dass etwas «Schlimmes» passieren würde, und vergeblich bei seiner behandelnden Neurologin, einem Pastor und seiner Mutter Hilfe gesucht.

Die Anklagebehörde geht davon aus, dass der 51-Jährige wegen einer krankhaften seelischen Störung im Zustand der Schuldunfähigkeit handelte. Der Mann ist bereits seit seinem 17. Lebensjahr in psychiatrischer Behandlung, nun soll er auf Antrag der Staatsanwaltschaft dauerhaft in ein psychiatrisches Krankenhaus eingewiesen werden. Die Entscheidung will das Gericht noch am Dienstagnachmittag verkünden.

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Dienstag, 22. Mai 2012

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