Polizei verhindert rechten Aufmarsch in Stralsund
Stralsund (ddp-nrd). Die Polizei hat in der Nacht zum Sonntag in Stralsund einen Aufmarsch von mehr als 60 Rechtsextremisten gestoppt. Die Teilnehmer, von denen einige vermummt waren, hatten sich eine halbe Stunde vor Mitternacht zu einem Fackelzug getroffen, wie die Polizei mitteilte. Nachdem es zunächst einer Funkstreifenbesatzung misslungen war, den Marschblock aufzulösen, schlugen und traten mehrere Personen gegen das Polizeifahrzeug. Daraufhin wurden zur Verstärkung insgesamt 60 Polizeibeamte angefordert.
Der Demonstrationszug wurde gestoppt. Auf Kommando eines Rädelsführers liefen die Teilnehmer in unterschiedliche Richtungen davon. Der mutmaßliche Rädelsführer, ein 27-jähriger Mann aus Parchim, wurde kurze Zeit später festgenommen. Von mehreren Personen wurden die Personalien aufgenommen. Bei den Durchsuchungen wurden Reizgas, Skimasken, Flyer und Aufkleber sichergestellt.
Gegen 55 Personen wurden Platzverweise für das Stadtgebiet Stralsund ausgesprochen. Zudem wurden Ermittlungsverfahren wegen Landfriedensbruch und Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz eingeleitet.
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