Telemedizin hält Einzug in Notarzt-Einsatzfahrzeugen
Karlsburg (ddp-nrd). Telemedizinische Behandlungssysteme halten nun auch in Notarzt-Einsatzfahrzeugen in Mecklenburg-Vorpommern Einzug. Nach Angaben des Klinikums Karlsburg sind seit Juli auf der Insel Usedom zwei Rettungswagen des DRK unterwegs, die mit dem Datenübertragungssystem Lifenet ausgestattet sind.
Mit der Telemedizintechnik könnten im Notfall sofort sämtliche Vitaldaten eines Patienten per Mobilfunk an die Spezialisten des Herzzentrums Karlsburg übertragen werden, sagte Klinikdirektor Bernd Müllejans am Donnerstag in Karlsburg. «Wenn der Notarzt einen fachärztlichen Befund wünscht, schickt er uns die umfangreichen Patientendaten. Sie laufen an drei Bildschirmplätzen ein und werden vom diensthabenden Oberarzt, der eine SMS erhält, umgehend bewertet.»
Die beiden Rettungswagen sind derzeit rund um die Uhr auf der Insel Usedom im Einsatz. In der Hochsaison werden die Teams pro Tag bis zu 20-mal gerufen. Etwa 80 Prozent aller Notfälle seien auf Herz-Kreislauf-Probleme zurückzuführen, in denen meist jede Minute zähle, sagte Müllerjahns. Ein ähnliches System befindet sich inzwischen auch im Raum Stralsund im Einsatz.
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