ADAC kritisiert Parkhäuser im Land als dunkel und gefährlich

Rostock (ddp-nrd). Der Automobilclub ADAC hat die Parkhäuser in Mecklenburg-Vorpommern als zu eng, zu dunkel und zu gefährlich kritisiert. Bei einem ersten landesweiten Test, dem im Frühjahr 25 von etwa 60 Parkhäusern unterzogen wurden, hätten nur vier Einrichtungen die Mindestanforderungen für Benutzerfreundlichkeit, Sicherheit und Sauberkeit erfüllt, heißt es in einer am Dienstag in Rostock vorgestellten Studie des ADAC Hansa. «Wir waren selbst erschrocken», sagte Hartwig Goldenbaum, Vorstand Technik und Verkehr.

Keines der Parkhäuser wurde mit dem Prädikat «sehr gut» ausgezeichnet, sechs jedoch mit «gut». Testsieger wurde die Tiefgarage am Kurhausgarten in Warnemünde mit 89 Prozent der möglichen Punkte, dagegen lag das Parkhaus in Bergen «Am Brinken» mit nur 44 Prozent am Ende der Skala und bekam ein «sehr mangelhaft».

Die meisten Parkhäuser verloren in der Bewertung aufgrund der Benutzerunfreundlichkeit für Fahrer und Fußgänger, wie Goldenbaum sagte. Dazu gehörten geringe Stellplatzbreiten, verwirrende oder fehlende Beschilderungen sowie dunkle oder gefährliche Ein- und Ausfahrten. In einem Parkhaus mussten Nutzer bereits bei der Einfahrt bezahlen, in einem anderen waren Stellplatzmarkierungen nicht mehr erkennbar. Oft führten Ausfahrten direkt auf die Straße, was zu gefährlichen Situationen führe, sagte Goldenbaum.

Die Erstplatzierten überzeugten mit Videoüberwachung und anwesendem Personal, breiten Stellplätzen, sicheren Fußwegen und guter Beleuchtung. Werde ein Parkhaus unter diesen Kriterien gebaut, sei es aber auch teurer, sagte Goldenbaum. Vor allem Hotelparkhäuser erwiesen sich oft als extrem benutzerunfreundlich, seien aber ausgebucht.

Der Parkhaustest in Mecklenburg-Vorpommern war bundesweit die erste Untersuchung, die auf das ganze Land ausgeweitet wurde. Sie soll in fünf Jahren wiederholt werden.

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Dienstag, 22. Mai 2012

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