Innenminister verabschiedet in Friedland irakische Flüchtlinge
Friedland (ddp-nrd). Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann (CDU) hat am Mittwoch die letzten 21 irakischen Flüchtlinge aus dem Grenzdurchgangslager Friedland in ihre zukünftigen Heimatkommunen verabschiedet. Die künftig in Niedersachsen, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern lebenden Iraker waren Ende April eingereist. Sie hatten nach Angaben des Innenministeriums das Angebot des Landes Niedersachsens genutzt, im Anschluss des Erstaufnahmeverfahrens einen Sprachkurs in Friedland zu absolvieren.
Dabei wurden die Kinder und Jugendlichen der irakischen Flüchtlingsfamilien in dieser Zeit insbesondere in sprachlicher Hinsicht auf den Besuch der Regelschule vorbereitet. «Mit der aktiven Teilnahme an den Sprachkursen und an weiteren Angeboten in Friedland haben Sie den ersten und entscheidenden Schritt für ihre Integration in Deutschland getan», sagte Schünemann. Er fügte hinzu: «Deutsche Sprachkenntnisse sind der Schlüssel zur Integration.» Friedland habe als niedersächsisches Zentrum für Integration auch bei der Aufnahme und Betreuung der irakischen Flüchtlinge seine Kompetenz unter Beweis gestellt.
Die europäischen Innenminister hatten Ende 2008 beschlossen, bis zu 10 000 irakische Flüchtlinge aus Syrien und Jordanien aufzunehmen. 2500 von ihnen sollten im Rahmen dieser humanitären Aufnahmeaktion eine neue Heimat in Deutschland finden. Bei der Auswahl der Flüchtlinge durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge wurde neben humanitären Kriterien auch die Integrationsfähigkeit der Flüchtlinge berücksichtigt.
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