Experten sollen hohe Kosten für Arzneimittel überprüfen
Schwerin (ddp-nrd). Mecklenburg-Vorpommern will den hohen Ausgaben für Arzneimittel auf den Grund gehen. Eine Arbeitsgruppe von Fachleuten solle jetzt nach den Ursachen suchen, teilte Sozialministerin Manuela Schwesig (SPD) am Dienstag nach einem Treffen mit Vertretern von Krankenkassen, der Kassenärztlichen Vereinigung und der Krankenhausgesellschaft mit. Die Experten hätten zudem die Aufgabe, Vorschläge vorzulegen, die den Menschen die beste Versorgung ermöglichten, gleichzeitig aber die Kosten auf das vermeidbare Maß beschränken. «Wir sind uns sicher, dass es Einsparpotenziale gibt», betonte Schwesig.
Mit 844 Millionen Euro war 2009 in Mecklenburg-Vorpommern ein neuer Ausgabenrekord für Arzneimittel erzielt worden. Nach Angaben der Techniker Krankenkasse (TK) gaben die gesetzlichen Krankenkassen 71 Millionen Euro mehr für Medikamente im Vergleich zum Jahr davor aus.
Ebenfalls Lesenswert:
- Mit über 840 Millionen Euro Ausgabenrekord für Arzneimittel erzielt
- Mit über 700 Millionen Euro Ausgabenrekord bei Arzneimittel erzielt
- Pro-Kopf-Ausgaben für Arzneimittel steigen weiter
- Ärzte verordnen mehr Arzneimittel
- AOK Nordost warnt vor weiteren Kassen-Insolvenzen
