Keine neue Spur von Raubtier in Mecklenburg-Vorpommern
Pasewalk (ddp-nrd). Eine Woche nach der angeblichen Sichtung einer freilaufenden Raubkatze im Nordosten Mecklenburg-Vorpommerns haben Polizei und Behörden keine weiteren Meldungen über Beobachtungen eines großen Raubtiers erhalten. Das ominöse Tier sei bislang nicht wieder aufgetaucht, sagte der Sprecher der Kreisverwaltung Uecker-Randow, Achim Froitzheim, am Dienstag in Pasewalk.
Dennoch nehme man die Hinweise ernst und rufe die Bevölkerung weiterhin zu erhöhter Aufmerksamkeit auf. Es sei nicht auszuschließen, dass es sich um ein zu groß gewordenes Raubtier handle, das dessen frühere Besitzer an der nahegelegenen deutsch-polnischen Grenze ausgesetzt hätten.
Förster und Jäger der Regionen, in denen das Tier gesehen worden sein soll, seien angewiesen worden, die Augen aufzuhalten. Allerdings werde es keine organisierten Suchmaßnahmen geben. Eine Jagd verbiete sich ohnehin, weil es sich bei dem Raubtier offenbar nicht um eine heimische Wildart handle, sagte Froitzheim. Es dürfe nur geschossen werden, wenn Gefahr im Verzuge sei oder eine Ausnahmegenehmigung vorliege.
Insgesamt soll das Tier an vier verschiedenen Standorten gesehen worden sein. Zuerst hatten Angler vergangene Woche gemeldet, vor zehn Tagen nachts am Darschkowsee bei Pasewalk eine löwen- oder pumaähnliche Raubkatze mit einer Schulterhöhe von 50 Zentimetern gesehen zu haben. Nur 19 Stunden später wollte eine Rentnerin, im 50 Kilometer entfernten Bellin «ein etwa schafgroßes Tier» am Truppenübungsplatz Jägerbrück beobachtet haben.
Als weniger glaubhaft stuften die Behörden Meldungen über eine angebliche Sichtung bei Greifswald ein. Außerdem hatten Usedom-Urlauber aus Ostfriesland angegeben, schon Ende Juni ein katzenartiges Tier während einer Inselsafari mit einem Landrover bei Mellenthin auf der Insel Usedom ausgemacht zu haben. Nach Ansicht von Zoologen könnte es sich bei dem Tier eher um einen großen Perser-Kater oder einen aus Südeuropa eingewanderten Goldschakal handeln.
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