Protest gegen Anbau von Genkartoffel in Bütow (Mit Bild)
Bütow (ddp-nrd). Rund 20 Umweltaktivisten der Initiative «Gendreck weg» haben am Donnerstag am Rande des Genkartoffel-Ackers bei Bütow (Müritzkreis) gegen den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen protestiert. Sieben Demonstranten, die das Feld gestürmt und einzelne Kartoffeln aus dem Boden gerissen hätten, seien in Gewahrsam genommen worden, sagte eine Sprecherin der Polizeidirektion Neubrandenburg. Ihnen drohe eine Anzeige wegen Sachbeschädigung.
Beobachtet wurde die Protestaktion von Mitgliedern der Bürgerinitiative «Müritzregion gentechnikfrei» sowie von rund 30 Mitarbeitern des Chemiekonzerns BASF, der die gentechnisch veränderte Kartoffel Amflora anbauen lässt.
Mecklenburg-Vorpommern ist derzeit das einzige Bundesland, in dem die umstrittene Gen-Kartoffel Amflora angebaut wird. In Bütow wurden 15 Hektar damit bepflanzt. BASF verspricht sich von der gentechnisch veränderten Kartoffel einen höheren Ertrag von Stärke, die in der Papier-, Garn- oder Klebstoffindustrie verwendet wird.
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Die gendreck-weg Aktivisten haben ja wohl nicht aus Jux und Dollerei versucht die Industrie-Kartoffel “Amflora”,was für ein harmlos schöner Name für ein hochriskantes Laborgeschöpf,zu entfernen.Diese Gentechnik-Kartoffel beinhaltet ein Antibiotika-Markergen das, sich unkontrollierbar in Speisekartoffeln auskreuzend,Antibiotika-Resistenzen entwickelt.
Die EU-Gesundheitskommision warnte deshalb kürzlich vor der Freisetzung dieses gentechnisch veralteten Produkts der BASF.
Deren Profitgier plus enormer Parteispenden an Schwarz/Gelb, ermöglichten dann doch die Freisetzungsgenehmigung durch die CSU-Ministerin Aigner vorerst in Bütow.
Sie bediente die Interessen der Agroindustrie und ignorierte den Mehrheitswillen der Bevölkerung.Die möchte nämlich keine hochriskante Gentechnik auf den Feldern und ihren Tellern.