Ostseepipeline erreicht russisches Ufer
Wyborg (ddp-nrd). Dreieinhalb Wochen nach der Anlandung der Ostseepipeline an der deutschen Küste bei Lubmin hat der erste Leitungsstrang das russische Ufer erreicht. Nach Angaben des Betreiberkonsortiums Nord Stream wurde die Trasse in der Nacht zum Mittwoch in der Bucht von Portowaja bei Wyborg mit einer Zugwinde an Land gezogen. Zuvor war der mehr als einen Kilometer lange Strang an Bord des italienischen Verlegeschiffs «Castoro 6» zusammengeschweißt und in einen bereits ausgehobenen Unterwassergraben gesetzt worden.
Am russischen Anlandungsbereich wird die Ostseepipeline mit der landseitigen Gryazovets-Wyborg-Pipeline an das russische Gasleitungsnetz angeschlossen. Über eine rund drei Kilometer entfernte Kompressorstation soll später das Erdgas in die Nord Stream-Pipeline eingespeist werden.
In der offenen Ostsee wurden bislang bereits vor Schweden und Finnland 230 Kilometer Leitung auf dem Meeresboden verlegt. Nach der Anlandung der beiden Pipelinestränge und der Verlegung eines 7,5 Kilometer langen Abschnitts in russischen Gewässern soll die «Castoro 6» wieder in finnischen Gewässern zum Einsatz kommen. Zusätzlich wird das Verlegeschiff «Solitaire» in den russischen Küstengewässern eingesetzt. Im deutschen Küstenmeer ist derzeit die Besatzung des Verlegeschiffs «Castoro 10» mit der Pipeline-Verlegung beschäftigt.
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