Schwesig kritisiert mögliche weitere Elterngeldkürzung
Frankfurt/Main (ddp-nrd). Die stellvertretende SPD-Vorsitzende Manuela Schwesig kritisiert in scharfer Form die mögliche weitere Kürzung des Elterngeldes bei Geringverdienern. «Das ist wirklich eine bodenlose Frechheit, was Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) plant», sagte Schwesig der «Frankfurter Rundschau» (Samstagausgabe). Die SPD-Familienexpertin warf Schröder vor, «eine Politik gegen Familien und nicht für Familien» zu machen.
Schröder wolle neben den «Hartz IV»-Empfängern auch noch Menschen, die arbeiten, aber von ihrem Lohn nicht leben können, das Elterngeld streichen, kritisierte Schwesig. Das sei eine grobe Missachtung der Leistung dieser Menschen. «Nicht nur ihre Arbeit ist scheinbar nicht genug wert, jetzt will Kristina Schröder ihnen auch noch die Anerkennung für ihre Erziehungsleistung nehmen”, sagte die Sozialministerin Mecklenburg-Vorpommerns.
Einem Bericht der «Süddeutschen Zeitung» (Freitagausgabe) zufolge müssen jetzt auch Mini-Jobber und Paare mit einem geringeren staatlichen Zuschuss rechnen, die den sogenannten Kinderzuschlag erhalten. Eine Sprecherin des Familienministeriums wollte dies zunächst nicht kommentieren, versprach aber Informationen «zu einem späteren Zeitpunkt».
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