Norovirus beendete Zeltferien von Kinder in Kratzeburg vorzeitig

Kratzeburg (ddp-nrd). Die zu Wochenbeginn auf einem Zeltplatz in Mecklenburg-Strelitz erkrankten Kinder waren mit Noroviren infiziert. Das hätten Untersuchungen ergeben, deren Ergebnisse jetzt vorlägen, sagte Amtsärztin Cornelia Ruhnau am Freitag. Sie habe mit der Pastorin der betroffenen Konfirmandengruppe aus Schleswig-Holstein gesprochen, demnach gehe es mittlerweile allen 17 Kindern wieder gut. Die Feriengruppe von insgesamt 100 Kindern und Betreuern war nach der Massenerkrankungen am Dienstag vorzeitig vom Zeltplatz Kratzburg abgereist, zwei Kinder wurden kurzzeitig im Krankenhaus behandelt.

Die Noroviren habe eines der Kinder offenbar eingeschleppt und dann damit die vielen Mitreisenden angesteckt, sagte Ruhnau. Durch die Notärzte und Sanitäter, die die Gruppe in der Nacht von Montag zu Dienstag betreute und behandelte, habe man die Seuche eindämmen können. Auch die vorzeitige Abreise habe dazu geführt, dass nicht der gesamte Zeltplatz angesteckt worden sei. «Noroviren können lebensgefährlich sein, besonders wenn sie ältere oder schwache Personen treffen», sagte die Amtsärztin. Die jungen und vitalen Kinder hätten den Virus verhältnismäßig gut weggesteckt.

Die Betreuer der Konfirmandengruppe aus Reinfeld hatten am Montag die Notärzte alarmiert, weil zahlreiche Kinder über Magenbeschwerden und Durchfall klagten und sich übergaben. Zwei junge Patienten wurden vorsorglich in eine Klinik nach Neustrelitz gebracht, sie konnten aber bereits am Dienstag wieder entlassen werden. Den Rest der Patienten betreuten Rettungskräfte, die dafür ein Notzelt auf dem Campingplatz einrichteten.

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Dienstag, 22. Mai 2012

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