Mittelwellen-Hörfunk in Mecklenburg-Vorpommern vor dem Aus

Putbus (ddp-nrd). Dem Mittelwellen-Rundfunk in Mecklenburg-Vorpommern droht die endgültige Abschaltung. Nach Plänen der Landesmedienanstalt wird der letzte, noch in Betrieb befindliche Sendestandort in Putbus auf Rügen voraussichtlich im Herbst dieses Jahres abgeschaltet.

Die Hörfrequenz 729 Kilohertz werde derzeit noch zu Testzwecken von Deutschlandradio Kultur genutzt, sagte Pressesprecher Bert Lingnau am Mittwoch in Schwerin. Die Lizenz laufe zum 1. Oktober aus. Derzeit werde noch ein Interessent gesucht, der sich im Bereich der digitalen Mittelwellen-Nutzung engagieren wolle. Sollte sich kein Nachfolger finden, werde die Technik an dem letzten Mittelwellensender in Mecklenburg-Vorpommern abgebaut.

Bundesweit sind derzeit noch etwa 100 Mittelwellensender empfangbar. Sie werden vor allem für Hörfunk-, Nachrichten-, Lokal- und Fremdsprachenprogramme genutzt. Der Sender in Putbus hat eine Leistung von zehn Kilowatt und wird von einem 51 Meter hohen Stahlmast abgestrahlt. Er ist auf Rügen und Usedom, dem Darß sowie in Stralsund, Greifswald, Anklam und Demmin zu empfangen.

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Mittwoch, 08. Feber 2012

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