Vierte Auflage des Festivals «Jamel rockt den Förster» gegen Rechts

Jamel (ddp-nrd). Im durch rechtsextreme Aktionen in die Schlagzeilen geratenen Dorf Jamel (Landkreis Nordwestmecklenburg) findet am ersten Augustwochenende die vierte Auflage des Festivals «Jamel rockt den Förster» statt. Unter dem Motto «Rockmusik für Demokratie und Toleranz» werden zehn Bands aus Norddeutschland in dem 40-Einwohner-Dorf zwischen Wismar und Grevesmühlen erwartet, wie die Veranstalter am Mittwoch ankündigten. Mit dem Festival wolle man demonstrieren, dass Jamel keineswegs «in rechter Hand ist», sagten Birgit und Horst Lohmeyer, die beiden Gastgeber des dreitägigen Open-Air-Festivals, auf ihrem Forsthof in Jamel am Mittwoch auf Anfrage.

Das Hamburger Ehepaar hatte sich trotz des zweifelhaften Rufes des Ortes vor sechs Jahren auf dem alten Forsthof niedergelassen. Jamel war in der Vergangenheit mehrfach im Zusammenhang mit rechtsextremer Gewalt in die Medien gekommen. Unter anderem sollen im angrenzenden Wald «paramilitärische» Schießübungen stattgefunden haben und Neuankömmlinge «anderer Gesinnung» mit Brandanschlägen und Schmierereien vertrieben worden sein.

Die drei bisherigen Festivals, das letzte mit rund 200 Gästen, seien jedoch ohne Zwischenfälle verlaufen, sagte Birgit Lohmeyer. Die Gäste erwarte auch in diesem Jahr ein langes Wochenende mit entspannter «Woodstock-Atmosphäre» und jeder Menge Livemusik von alternativem Rock über Spaßpunk bis zu rockigem Soul. Der symbolische Eintrittspreis von fünf Euro pro Tag schließe einen Platz für das eigene Zelt mit ein.

Bis zuletzt sei nicht klar gewesen, ob das Festival über die Bühne gehen kann, sagte Horst Lohmeyer. Es fehlten erhebliche Fördermittel. Glücklicherweise hätten alle Musiker auf ihre Gage verzichtet, außerdem sei in letzter Minute eine Zusage für die Grundfinanzierung vom Fonds Soziokultur gekommen.

Das Festival findet vom 6. bis 8. August auf dem Grundstück des Forsthofes Jamel statt. Die Initiatoren freuen sich über Geld- wie auch Sachspenden, beispielsweise für die Bewirtung der Besucher.

(forstrock.de)

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4 Kommentare

  1. Heinrich 21.09.2010

    Ein verspäteter Kommentar auf Grund der neuesten Ereignisse in Jamel:Wahrscheinlich hat die veranstalterin Schwierigkeiten mit dem zählen.Wir als Anwohner haben diese angeführten 200 Besucher in den ganzen 3 Tagen nicht gesehen,aber es gibt ja auch nur 10 Häuser in Jamel ,in dreieinhalb davon wohnen Normale,weis nicht als was ich mich da betrachten soll.Wir haben die Nummer 11 .Wenn ich von Frau Lohmaier auch als Unnormal(behindert,geistesgestört oder was )eingestuft werde,bin ich auch nicht strafmündig .Der Krug geht solange zum Brunnen,bis er bricht,sagt man .Oder viel Feind,viel Ehr.
    Gruss aus Jamel Fam.Heinrich

  2. The Bouncer 05.12.2010

    Sehr geehrte Lohmaier´s,
    ich bin froh das es noch Menschen gibt die sich den Nationalisten entgegenstellen und sich nicht hinter ihrer sogenannten Toleranz verstecken. Ich habe heute morgen die Reportage über das Dorf Jamel und dem Festival im Radio gehört und bin sehr begeistert. Leider muß ich sagen das ich voher noch nichts von euch gehört habe und hoffe das ihr nächstes Jahr weiter macht. Ich und nicht wenige Freunde von mir würden sehr gern das Festival und euren Hof besuchen. Macht weiter so und laßt euch nicht unterkriegen!!!

    Stay True
    The Bouncer

  3. Leif Ledger 19.02.2011

    Liebe Familie Lohmeyer, ich höre nun zum ersten mal von diesem Festival und bin begeistert. Ich bin Trommler einer Metalband aus Flensburg und es wäre uns eine grosse Ehre Gast auf ihrer Festivalbühne zu sein. Verschaffen sie sich bei Facebook/He Is Ledger gerne einen Eindruck von unserer Musik und scheuen sie sich nicht uns zu kontaktieren.
    Mit den besten grüßen und höchstem Respekt, “He Is Ledger”

  4. hallo familie lohmeyer, leider haben wir vorher auch noch nichts von eurem festival gehört. dabei kommen wir nur von “um die ecke” aus schwerin und flessenow. wir wären auch sehr daran interessiert, vielleicht im nächsten jahr, bei euch aufzutreten. auch wenn unsere texte nicht unbedingt politischer natur sind, sondern eher unter spass zu verbuchen sind. gegen rechts sind wir alle mal! wir haben gerade in güstrow auf dem bandcontest für storch heinar gespielt. wir sind die HOINERFAKKASS aus schwerin
    LG von Bruder Tobi und dem rest der band

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Samstag, 04. Feber 2012

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