Land fördert Ausbau des Museums Peenemünde

Peenemünde (ddp-nrd). Das nach der Wende im Norden der Insel Usedom entstandene Historisch-Technische Museum (HTM) auf dem Gelände der früheren Heeresversuchsanstalt Peenemünde wird in den nächsten Monaten mit finanzieller Unterstützung des Landes Mecklenburg-Vorpommern ausgebaut. Entsprechende Pläne wurden am Montag von Bildungsminister Henry Tesch (CDU) und Wirtschaftsminister Jürgen Seidel (CDU) während eines Museumsbesuchs vorgestellt.

Den Plänen zufolge soll unter anderem auf dem Dach des früheren Kraftwerks eine Besucherplattform angelegt werden. Von dem mit einem Fahrstuhl erreichbaren 30 Meter hohen Aussichtspunkt erhalten die Besucher einen einzigartigen Überblick über die rund 25 Quadratkilometer große Museumslandschaft, wie Tesch mitteilte.

Darüber hinaus wird der vor drei Jahren angelegte Denkmalpfad durch die Hinterlassenschaften des weltweit ersten militärischen Großforschungszentrums erweitert. Derzeit werde geprüft, weitere, bislang noch nicht zugängliche Stationen in den 24 Kilometer langen Lehrpfad aufzunehmen, sagte Museumsleiter Christian Mühldorfer-Vogt. Bislang könnten Besucher auf dem Rundweg unter anderem die Ruine des früheren Sauerstoffwerks, den früheren Flugplatz und Reste der gesprengten Peenebunker besichtigen.

Vorgesehen ist ferner die Einrichtung eines gläsernen Klassenzimmers, in dem sich zum Beispiel Schulklassen mit speziellen Projekten zur Geschichte der Entwicklung der sogenannten V-2-Waffe beschäftigen können. Das HTM mit dem landesweit größten technischen Denkmal ist das zweitgrößte Museum in Mecklenburg-Vorpommern. Jährlich besuchen im Durchschnitt 230 000 Gäste die Einrichtung. Zu Jahresbeginn hatten das Land und die Kommune mehrheitlich die Trägerschaft des Museums übernommen.

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Dienstag, 22. Mai 2012

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