«Pro Bahn» will unbeschrankte Bahnübergänge mit Stoppschild sichern

Rostock (ddp-nrd). Der Fahrgastverband «Pro Bahn» hat erneut die Sicherung unbeschrankter Bahnübergänge durch Stoppschilder gefordert. Viele Verkehrsteilnehmer wüssten mit dem Andreaskreuz, das bisher in Deutschland zur Achtung vor Bahnübergängen mahnt, nichts anzufangen, sagte der Vorsitzende des Landesverbandes «Pro Bahn», Marcel Drews, am Freitag im Gespräch mit dem Privatsender Antenne MV. Erst am Donnerstag waren zwei Autoinsassen auf der Insel Usedom ums Leben gekommen, als sie beim Überfahren eines unbeschrankten Bahnüberganges von einem Zug erfasst wurden.

Der Fahrgastverband sei entsetzt, dass es immer wieder diese Unfälle gebe, sagte Drews. «Unsere Forderung besteht seit langem, dass man mit einer kostengünstigen Maßnahme, der Aufstellung eines Stoppschildes, der Gefahr Einhalt gebietet», betonte der Verbandschef. Eine Änderung der Straßenverkehrsordnung wäre eine einfache Sache, wenn sich Bundestag und Bundesrat für das Stoppschild am Bahnübergang aussprechen würden. Vorbilder für Stoppschilder gebe es in Europa einige. «In Österreich, Frankreich, Polen, Irland und auch Spanien sind Stoppschilder an unbeschrankten Übergängen Standard», sagte Drews.

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Dienstag, 22. Mai 2012

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