Greifswalder Studenten demonstrieren für Erhalt der Lehrerausbildung
Schwerin (ddp-nrd). Mehrere Hundert Studenten der Universität Greifswald haben am Donnerstag vor dem Schweriner Landtag für den Erhalt der Lehrerausbildung an ihrer Hochschule demonstriert. Überlegungen des Bildungsministeriums sähen vor, die Ausbildung von Lehrern an die Universität Rostock zu verlegen, sagte die Vorsitzende des Greifswalder Allgemeinen Studierenden-Ausschusses (AStA), Daniela Gleich. Lediglich angehende Kunstlehrer sollen demnach weiter in Greifswald studieren können. Dadurch würden an der Hochschule rund 2500 Studienplätze wegfallen.
Ein von den Studierenden beider Universitäten erarbeiteter Kompromiss schlage vor, die Lehrerausbildung in Unikatfächern, die in Mecklenburg-Vorpommern ausschließlich in Greifswald studiert werden könnten, dort zu belassen. Das würde beispielsweise Fächer wie Skandinavistik, Slawistik, Geografie sowie Englisch betreffen. Von dem Positionspapier erhofften sich die Studenten eine Signalwirkung auf die Politik, sagte Gleich.
Die Studenten übergaben Bildungsminister Henry Tesch (CDU) eine Petitionsliste mit rund 3000 Unterschriften für den Erhalt der Lehrerausbildung in Greifswald. Tesch wandte ein, dass es derzeit keine Pläne gebe, die Lehramtsausbildung in Greifswald zu streichen. «Es gibt noch keine Festlegung, das ist ein offener Prozess», sagte der Minister. Tesch gab jedoch zu bedenken, dass eine Neustrukturierung der Lehrerausbildung notwendig sei. Es mache sei nicht sinnvoll, junge Lehrer in Fächern und an Orten ohne entsprechenden Bedarf auszubilden, fügte der Minister hinzu.
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