Staatsarchiv Bremen erhält Bilder und Schriftgut von Willy Menz
Bremen (ddp-nrd). Das Bremer Staatsarchiv hat Bilder und Briefe des 1969 in Bremen gestorbenen Malers Willy Menz erhalten. Nach Angaben des Senats der Hansestadt übereignete der Privatsammler Alfred Moeke aus Delmenhorst der Einrichtung 20 Zeichnungen und Holzschnitte, die Menz zwischen 1912 und 1960 angefertigt hatte.
Die Arbeiten zeigten bremische Motive der Vorkriegszeit, der Kriegsjahre und des Wiederaufbaus, teilte Archivleiter Konrad Elmshäuser am Samstag mit. Dabei seien die Häfen und Weserufer immer wiederkehrende Motive. «Für uns bilden diese Arbeiten eine wichtige Erweiterung der künstlerischen Bilddokumentation Bremens in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts,» unterstrich Elmshäuser. Von der in Norwegen lebenden Tochter von Willy Menz habe das Archiv zudem umfangreiches Schriftgut und künstlerische Unterlagen aus dem Nachlass ihres Vaters bekommen.
Menz wurde 1890 in Guatemala als Sohn eines Bremer Kaufmanns geboren. In Bremen besuchte er die Schule und gründete 1912 eine Malschule am Domhof. Bereits 1917 wurde er Professor an der Kunstgewerbeschule Bremen. Künstlerisch der Künstlerkolonie Worpswede nahestehend, wurde er durch die Nationalsozialisten aus politischen Gründen in den Ruhestand versetzt. Nach dem Zweiten Weltkrieg übernahm Menz 1947 die Leitung der Staatlichen Kunstschule.
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