Urteil im Streit zwischen Ullrich und Franke im August erwartet
Hamburg (ddp-nrd). Im Rechtsstreit zwischen dem Heidelberger Dopingexperten Werner Franke und Ex-Radprofi Jan Ullrich wird das Urteil vor dem Hamburger Landgericht erst am 13. August erwartet. Entgegen der ursprünglichen Planung wurde am Freitag nur die Beweisaufnahme abgeschlossen. Der Molekularbiologe Franke hatte Ullrich anhand von Dokumenten vorgehalten, dem spanischen Sportmediziner Eufemiano Fuentes mindestens 35 000 Euro für Dopingmittel gezahlt zu haben. Der Tour-de-France-Sieger von 1997 hatte diese Zahlung eidesstattlich abgestritten und Franke verklagt.
Die Klage werde abgewiesen, gab sich Frankes Anwalt Michael Lehner am vorletzten Verhandlungstag am Freitag optimistisch. Auch habe der gebürtige Rostocker Ullrich in dem Verfahren erstmals nicht abgestritten, Blutdoping betrieben zu haben.
Die Hamburger Staatsanwaltschaft ermittelt auch nach wie vor gegen Ullrich wegen des Verdachts, dass die eidesstattliche Versicherung falsch war.
Ullrich war 2006 unmittelbar vor Beginn der Tour de France vom T-Mobile-Team suspendiert worden, nachdem Ermittlungen spanischer Behörden auf einen Kontakt zu Fuentes hindeuteten. Im Juli 2006 kündigte der Bonner Rennstall schließlich Ullrich. Der frühere Tour-de-France-Sieger, der im Februar 2007 vom aktiven Sport zurücktrat, hat seine Unschuld bislang stets beteuert.
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