Croy-Fest erinnert an letzte Pommernprinzessin

Greifswald (ddp-nrd). Mit dem 30. Croy-Fest erinnert die Universität Greifswald am Mittwoch (7.7.) im Pommerschen Landesmuseum an Anna von Croy (1590-1660), die letzte Prinzessin aus dem Haus der pommerschen Herzöge. Die Gedenkfeier gehe auf ein Vermächtnis von Ernst Bogislaw von Croy (1620-1684), des Sohnes der Prinzessin, zurück, wie die Universität am Donnerstag mitteilte. Croy hatte der Alma mater seinerzeit eine kostbare Tapisserie, den sogenannten Croy-Teppich, geschenkt.

Der Teppich gilt als wertvollstes Kunstwerk in der akademischen Kunstsammlung der Universität. Seit fünf Jahren befindet sich der etwa sieben mal vier Meter große Wandteppich als Leihgabe im Pommerschen Landesmuseum. Er war um 1554 im Auftrage von Herzog Philipp I. von Pommern-Wolgast (1515-1560) unter Verwendung von Seide, Gold- und Silberfäden angefertigt worden. Er zeigt 23 lebensgroße Personen, unter ihnen die drei Reformatoren Martin Luther, Philipp Melanchthon und Johannes Bugenhagen, sowie sächsische Kurfürsten und pommersche Herzöge mit ihren Familien.

Zum alle zehn Jahre stattfindenden Croy-Fest kann der Schmuckbehang bei freiem Museumseintritt besichtigt werden. In diesem Jahr wollen Schüler, Studenten und Lehrer mit einem eingespielten Laienstück die Erlebnisse des pommerschen Fürstensohns Philipp Julius (1584-1625) auf seiner Europa-Tour im Jahre 1602 darstellen. Erstmals wird auch das damals entstandene Reisetagebuch vorgestellt.

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