DLRG immer häufiger auch in Schwimmbädern im Einsatz

Hamburg (ddp-nrd). Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) muss ihre Rettungsschwimmer immer häufiger auch in öffentlichen Schwimmbädern einsetzen. Die Kommunen übten mit der Drohung, beim Fehlen von Rettungsschwimmern Bäder zu schließen, zunehmend Druck auf die Gesellschaft aus, sagte DLRG-Präsident Klaus Wilkens am Donnerstag in Hamburg. Deshalb sehe sich die DLRG gezwungen, ihre ehrenamtlichen Rettungsschwimmer zur Verfügung zu stellen. Bundesweit sei der DLRG bereits in 1035 Schwimmbädern im Einsatz.

Zudem ist die DLRG mittlerweile mit 40 Einrichtungen selbst der größte Betreiber von Schwimmbädern in Deutschland. «Wir sind für unsere Schwimmkurse auf die Bäder angewiesen», sagte Wilkens. Richtiges Schwimmen zu unterrichten sei die beste Prävention, um Ertrinken vorzubeugen. Die Kommunen hätten jedoch kein Geld, sodass sich die DLRG dazu gezwungen sehe, viele Bäder selber zu betreiben. «Ich will nicht sagen, dass die Kommunen uns erpressen, aber es wird schon erheblicher Druck ausgeübt», sagte er.

Die Rettungsschwimmer der DLRG haben 2009 den Angaben zufolge 723 Menschenleben gerettet. In 40 Fällen mussten sie dabei ihr eigenes Leben riskieren. Hinzu kommen rund 8300 Hilfeleistungen für Segler, Surfer und andere Wassersportler. Die Gesellschaft finanziert sich fast ausschließlich durch Mitgliedsbeiträge und Spenden.

474 Menschen sind 2009 laut DLRG in Deutschland ertrunken. Die Zahl habe in den letzten Jahrzehnten stätig abgenommen, hieß es. Die meisten Menschen kommen in Gewässern im Hinterland ums Leben. Besonders ältere Menschen seien gefährdet, sagte Wilkens. Aber auch die Todesfälle von Kindergartenkindern hätten im vergangenen Jahr wieder zugenommen. 24 Jungen und Mädchen unter fünf Jahren seien ertrunken.

(folgt Zusammenfassung mit ca. 45 Zeilen bis 15.30 Uhr)

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