Oderhochwasser belastet Küstengewässer kaum
Schwerin (ddp-nrd). Das Oderhochwasser der vergangenen Wochen hat die Küstengewässer Mecklenburg-Vorpommerns nur geringfügig belastet. Wie das Umweltministerium am Freitag in Schwerin mitteilte, haben Messungen im Stettiner Haff und in der Pommerschen Bucht keine erhöhte Belastung mit Schwermetallen ergeben. Auch bei Untersuchungen auf Spuren von Pflanzenschutzmitteln seien nur wenige Wirkstoffe in sehr geringen Konzentrationen festgestellt worden. Industriechemikalien seien überhaupt nicht nachweisbar gewesen.
Allerdings lag den Angaben zufolge die Stickstoffkonzentration durch das einfließende Oderhochwasser im Haff und der Pommerschen Bucht zeitweise um ein Vielfaches über den Normalwerten. Der Salz- und Sauerstoffgehalt des Meerwassers habe über einige Tage leicht abgenommen, ohne jedoch kritische Werte zu erreichen.
Die Folgen des Hochwassers auf die Küstengewässer würden weiterhin beobachtet, sagte Umweltminister Till Backhaus (SPD). Er zeigte sich jedoch überzeugt, dass Auswirkungen wie nach dem Oderhochwasser 1997 nicht zu erwarten seien.
Ebenfalls Lesenswert:
- Eisgang beschert Schifffahrt erste Behinderungen
- Eisexperte: Vereiste Küstengewässer vermutlich noch bis Ende März
- Bau der Ostseepipeline in deutschen Seegewässern gestartet
- Umweltverband ruft zu Protest gegen Salz-Abwässer in Werra und Weser auf
- Land verfügt Angeleinschränkungen in Küstengewässern
