Küstenfischer beklagen drastischen Erlöseinbruch

Stralsund (ddp-nrd). Nach der erneuten Kürzung der Heringsfangquote um 38 Prozent sind im vergangenen Jahr die Erlöse der ostdeutschen Küstenfischer dramatisch eingebrochen. Nach Angaben des Landesamtes für Fischerei in Mecklenburg-Vorpommern gingen die Einnahmen im Vergleich zu 2008 um mehr als 23 Prozent auf 10,1 Millionen Euro zurück. Allein bei den im Landesverband der Kutter- und Küstenfischer organisierten Besatzungen der kleineren Fangfahrzeuge sanken die Einnahmen von 8,3 auf 6,1 Millionen Euro.

Insgesamt landeten die Fischer rund 12 500 Tonnen Hering an, mehr als 4000 Tonnen weniger als ein Jahr zuvor. Auch bei Flunder, Hecht, Zander, Barsch und Aal gingen die Fänge zurück. Dagegen gingen mehr Dorsche, Steinbutts, Hornhechte und Ostseeschnäpel in die Netze.

Der Chef des Verbandes der Deutschen Kutter- und Küstenfischer, Norbert Kahlfuss, warnte am Freitag auf dem Landesfischereitag in Stralsund vor einer erneuten drastischen Senkung der Heringsquote. Während sich die Herings- und Dorschbestände wieder erholten, kämpfe die Branche gegen immer neue Reglementierungen aus Brüssel ums Überleben. Die Zahl der hauptberuflich tätigen Fischer sei seit der Wende von 1950 auf unter 280 gesunken. Nachwuchs gebe es so gut wie gar nicht, weil Mittel und Ausbildungsplätze an Bord fehlten, Kredite nicht ausgereicht würden und Berufsanfänger kaum eine Chance auf eine Fangquote bekämen.

(folgt Zusammenfassung bis 14.00 Uhr; ca. 45 Zeilen)

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Dienstag, 22. Mai 2012

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