Jugend- und Familienminister beraten über Kinderschutz
Schwerin (ddp-nrd). Kinderschutz und Krippenausbau sind die zentralen Themen der Konferenz der Jugend- und Familienminister der Länder (JFMK) in dieser Woche in Schwerin. Bei dem Treffen am Donnerstag und Freitag (17./18. Juni) werde die Beauftragte der Bundesregierung zur Aufarbeitung von sexuellem Kindesmissbrauch, Christine Bergmann, über den Stand ihrer Tätigkeit berichten, sagte die derzeitige JFMK-Vorsitzende, Sozialministerin Manuela Schwesig (SPD), am Dienstag in Schwerin.
Es gehe darum, die Vergangenheit aufzuarbeiten und die Gewalt gegen Kinder und Jugendliche, vor allem in Heimen und Internaten, als Unrecht anzuerkennen, ergänzte Schwesig. Wichtig sei auch, nach Wegen zu suchen, wie derartiges künftig verhindert werden könne.
Auf der Tagesordnung steht Schwesigs Angaben zufolge auch der Ausbau an Krippen-Betreuungsplätzen. Schwesig sieht angesichts der leeren Kassen in Ländern und Kommunen das Ziel gefährdet, bis 2013 für rund 35 Prozent der Kleinkinder einen Krippenplatz zur Verfügung zu stellen.
Ein weiteres Thema der Konferenz soll die Ausbildung des Kita-Personals sein. Die Abschlüsse der rund 40 Studiengänge für Erzieher an den Hochschulen seien untereinander nicht vergleichbar. Um die Attraktivität des Berufes zu erhöhen, sei eine bundesweit einheitlich gestaltete Ausbildung erforderlich.
Die Ministerin rechnet auf der Konferenz zudem mit Diskussionen über das Sparpaket der Bundesregierung. Die Sparpläne seien sozial nicht ausgewogen und belasteten insbesondere Familien. In Zeiten der Not bei den Familien zu sparen, sei «das falsche Signal», sagte Schwesig.
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