Christoffers fordert Gesamtkonzept für Kyritz-Ruppiner Heide

Neuruppin (ddp-nrd). Brandenburgs Wirtschaftsminister Ralf Christoffers (Linke) plädiert für die Erarbeitung eines Gesamtkonzeptes zur künftigen Nutzung der Kyritz-Ruppiner Heide. Dafür sollte der «Sachverstand der gesamten Region und der Landesregierungen von Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg» genutzt werden, sagte Christoffers nach Angaben seines Ministeriums am Montag in Neuruppin zur Eröffnung des Konversionssommers 2010. Dem Bund als Eigentümer des früheren «Bombodroms» empfahl er die Kommunale Arbeitsgemeinschaft Kyritz-Ruppiner Heide «als regionalen Ansprechpartner mit politischer Stoßkraft».

Ende April hatte das Verteidigungsministerium den Verzicht auf eine militärische Nutzung des 12 000 Hektar großen Geländes verkündet. Bislang untersteht das Areal aber noch der Bundeswehr. In der vergangenen Woche hatten die Bundestagsfraktionen von SPD, Grünen und Linker Anträge im Parlament eingebracht, deren Ziel es ist, die Weichen für eine nachhaltige Entwicklung der Heide zu stellen.

Landesweit hatte Brandenburg 1994 rund 100 000 Hektar früherer sowjetischer Militärflächen vom Bund übernommen. Davon seien inzwischen 93 Prozent in eine zivile Nutzung überführt, sagte der Minister weiter. Der Konversionssommer steht in diesem Jahr im Zeichen der Energiegewinnung auf diesen Flächen.

An rund 20 Standorten der früheren Westgruppe der russischen Armee wurden oder werden nach Angaben des Ministeriums Photovoltaikanlagen oder Windräder installiert. Weitere Anlagen entstünden auf ehemals von der Bundeswehr genutzten Flächen. Auf anderen Flächen seien Technologie- oder Behördenzentren, Universitäten, Fachhochschulen und Heilstätten geschaffen worden. Auch Landschaftsschutzgebiete seien entstanden.

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Dienstag, 22. Mai 2012

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