Streit um große Theaterfusion in Mecklenburg-Vorpommerns Osten
Stralsund/Greifswald (ddp-nrd). Nach der Entlassung von Intendant und Geschäftsführung im Theater Vorpommern vor einer Woche ist in Mecklenburg-Vorpommern ein Streit über eine mögliche große Theaterfusion im Ostteil des Landes ausgebrochen. Einem Bericht der «Ostseezeitung» (Freitagausgabe) zufolge soll schon zum Jahreswechsel die Theater Vorpommern GmbH aufgelöst und an ihrer Stelle ein Großtheater mit den Bühnen in Stralsund, Greifswald, Putbus, Neustrelitz und Neubrandenburg entstehen.
Nach einem Gutachten eines Hamburger Rechtsanwalts sollen in Stralsund Oper und Musiktheater, in Greifswald die Schauspielsparte, in Neustrelitz die Operette und in Neubrandenburg das Orchester angesiedelt werden.
Die Städte Greifswald und Stralsund als Hauptgesellschafter des Theaters Vorpommern wiesen den Pressebericht über ein fertiges Konzept für eine Fusion mit der Orchester GmbH Neubrandenburg/Neustrelitz zurück. Die Bürgerschaften der beiden Hansestädte und der Kreistag Rügen würden eigenständig über die Theaterzukunft entscheiden, teilten beide Stadtverwaltungen am Freitag mit.
Geprüft würden verschiedene Strukturmodelle. Vorgespräche mit der Theater und Orchester GmbH Neubrandenburg/Neustrelitz dienten dazu, Möglichkeiten der künftigen Zusammenarbeit auszuloten. Dabei sei die Fusion zu einem gemeinsamen Theater nur eine Option. Entlassungen im Theater Vorpommern seien bis Ende 2011 auszuschließen.
Ebenfalls Lesenswert:
- Erster Vertrag zur Neuordnung der Theaterlandschaft unterzeichnet
- Orchestervereinigung fordert Erhalt der Philharmonie Neubrandenburg
- Theater in Vorpommern und Ostmecklenburg vereinbaren Kooperation
- Vorpommerns Theater gründen gemeinsame Managementgesellschaft
- Theater Anklam und Schwerin planen gemeinsamen Theatervertrag
