Rechnungshof lehnt Bürgschaft für Hansa Rostock ab
Schwerin (ddp-nrd). Der Landesrechnungshof lehnt eine Landesbürgschaft für den angeschlagenen Fußball-Verein Hansa Rostock ab. So bedauerlich die sportliche Entwicklung des Klubs auch sei, die Unterstützung des Profifußballs könne nicht Aufgabe des Staates oder des Steuerzahlers sein, sagte Landesrechnungshofpräsident Tilmann Schweisfurth am Freitag in Schwerin. Angesichts der Finanzkrise mit erheblichen Belastungen für die öffentlichen Haushalte sollten dem Steuerzahler nicht zusätzliche Risiken aufgebürdet werden, die mit dem staatlichen Handlungsauftrag nichts zu tun hätten.
Die Landesregierung hatte am Donnerstag dem Mitte Mai aus der zweiten Bundesliga abgestiegenen Verein neue Bürgschaften in Aussicht gestellt. Das Kabinett gab dem Finanzministerium grünes Licht, unter bestimmten Voraussetzungen Bankkredite von Hansa in Höhe von 2,9 Millionen Euro zu 80 Prozent zu verbürgen.
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