Tödliche Unfälle auf See haben sich 2009 mehr als verdoppelt

Hamburg (ddp-nrd). Im vergangenen Jahr sind auf deutschen Schiffen und in deutschen Gewässern insgesamt 22 Menschen ums Leben gekommen. In der Berufsschifffahrt führten vor allem «klassische Arbeitsunfälle» und in der Sportschifffahrt «Kenterunfälle und Mensch-über-Bord-Situationen» zu Todesfällen oder schweren Verletzungen, heißt es in dem am Dienstag in Hamburg veröffentlichten Jahresbericht der Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU). 2008 wurden neun tödliche Seeunfälle registriert.

Auch die Zahl der erfassten Seeunfälle ohne tödlichen Ausgang nahm erneut leicht zu. 2009 wurden insgesamt 137 Seeunfälle an die BSU gemeldet (2008: 122). Nur allzu häufig würden «elementare Sicherheitsgrundsätze für die eigene oder auch die Sicherheit anderer Personen an Bord vernachlässigt werden», sagte BSU-Leiter Jörg Kaufmann. Insgesamt sei das Unfallniveau im Verhältnis zur Anzahl der Schiffe unter deutscher Flagge und den Verkehrsbewegungen in den deutschen Gewässern jedoch weiterhin niedrig, heißt es in dem BSU-Bericht weiter.

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Dienstag, 22. Mai 2012

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