Eltern und Gewerkschaft GEW gründen Kita-Aktionsbündnis
Schwerin (ddp-nrd). Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat gemeinsam mit Eltern aus Mecklenburg-Vorpommern das «Aktionsbündnis Kita» (AbKita) gegründet. Ziel der Initiative sei es, den Forderungen von Eltern und Gewerkschaft während der laufenden Beratungen für das neue Kindertagesförderungsgesetz (Kifög) Nachdruck zu verleihen, sagte Christian Feldmann, Initiator und Sprecher des Elternbundes Mecklenburg-Vorpommern, am Dienstag in Schwerin.
Feldmann forderte, mehr Erzieher für die Betreuung der Kinder einzustellen. Derzeit bestünden Kitagruppen im Schnitt aus 18 Kindern. Das sei für die im neuen KiföG vorgesehene Verbesserung der frühkindlichen Bildung zu viel. Außerdem müssten die Elternbeiträge für die Kitabetreuung landeseinheitlich sozial gestaffelt werden. «Perspektivisch sollte über eine Abschaffung der Elternbeiträge diskutiert werden», sagte Feldmann.
Peggy Lehm, Sprecherin des Aktionsbündnisses und GEW-Vertreterin, kritisierte, dass Studien, die eine notwendige Senkung der Fachkraft-Kind-Relation begründen, bei der Novellierung des Kifög nicht berücksichtigt worden seien.
Das Sozialministerium begrüßte die Initiative der Eltern und versicherte, weiterhin mit Elternräten im Gespräch bleiben zu wollen. Es seien durchaus Forderungen von Eltern und Sozialverbänden in das neue Gesetz eingearbeitet worden, allerdings seien nicht alle Wünsche erfüllbar, sagte ein Sprecher.
Das novellierte Gesetz soll laut Sozialministerium zu Beginn des Schuljahres 2010/2011 in Kraft treten und sieht für eine verbesserte Betreuung in Kindertagesstätten Investitionen von 15 Millionen Euro zusätzlich pro Jahr vor.
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