Dreiteilige Schau beleuchtet künstlerisches Mecklenburg 1900-1945

Rostock/Güstrow (ddp-nrd). Eine dreiteilige Ausstellung beleuchtet «Mecklenburg - ein Land für Künstler 1900 bis 1945». In Rostock und Güstrow seien dazu ab dem Wochenende Malerei, Grafik und Skulpturen von Künstlern zu sehen, die entweder in Mecklenburg gelebt oder sich Anregungen bei einem Aufenthalt an der Ostsee geholt hätten, kündigte Heidrun Lorenzen, Chefin des federführenden Kulturhistorischen Museums Rostock, am Mittwoch an. Neben Werken bekannter Vertreter wie Paul Müller-Kaempff, Franz Bunke und Kate Diehn-Bitt seien in der Schau auch Arbeiten weniger prominenter Künstler zu entdecken.

In diesem Umfang habe es noch keine Ausstellung zur Kunstgeschichte Mecklenburgs im frühen 20. Jahrhundert gegeben, sagte Lorenzen. Dagegen sei das vorpommersche Kunsterbe dieser Zeit wesentlich besser erschlossen. In Mecklenburg habe es auch in den frühen 20er Jahren bereits Künstler gegeben, die sich nicht nur der Landschaftsmalerei, sondern auch abstrakter Kunst gewidmet hätten. Zu sehen sind beispielsweise experimentelle Bilder von Egon Tschirsch, der sich eher mit naturalistischen Porträts und Stadtansichten einen Namen gemacht hat.

Ein Ausstellungskomplex befasst sich mit Arbeiten, die den Umgang Mecklenburger Künstler mit dem Nationalsozialismus zeigen. Offensive Widerstandskämpfer habe es unter den Künstlern nur wenige gegeben, sagte Lorenzen. Viele Werke entstammten eher der Haltung des «inneren Exils».

Die Ausstellung «Schönheit pur. Mecklenburg - Ein Land für Künstler 1900 bis 1945» ist an drei Orten zu sehen. Ab Freitag (28. Mai) zeigt das Kulturhistorische Museum Rostock Malerei, ab Sonntag (30. Mai) das Max-Samuel-Haus in Rostock Grafik und die Ernst-Barlach-Stiftung im Güstrower Heidhaus Plastiken und Skulpturen. Die dreigeteilte Schau ist bis 22. August geöffnet. Im Hinstorff Verlag erscheint dazu ein umfassendes Begleitbuch.

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Donnerstag, 09. Feber 2012

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