«Tote Mannshand» fürs Aquarium - Forscher fangen Tiere für Ozeaneum
Alesund/Stralsund (ddp-nrd). Forscher des Stralsunder Meeresmuseums haben vor der norwegischen Küste weitere lebende Tiere für das Ozeaneum in Stralsund gefangen. Zusammen mit Experten des Atlantikparks Alesund seien bei Tauchgängen mehr als 300 Fische und wirbellose Tiere eingesammelt worden, sagte Expeditionsleiterin Nicole Kube am Dienstag der Nachrichtenagentur ddp. Die Tiere würden jetzt mit einem Spezialtransporter einer Rügener Logistikfirma nach Stralsund gebracht, wo sie voraussichtlich ab Juli in elf neuen Kleinaquarien der Nordseeabteilung gezeigt würden.
Zur Ausbeute gehören sogenannte «Tote Mannshände», handförmige Weichkorallen, die in europäischen Kaltwassermeeren leben. Darüber hinaus sammelten die Taucher zahlreiche farbige Seesterne, darunter Rote Kissensterne, Eisseesterne und Sonnenseesterne. Außerdem gingen den Forschern Einsiedlerkrebse, Trollhummer mit bis zu zwölf Zentimeter langen Scheren und eine 30 Zentimeter große Steinkrabbe in die Fallen.
«Wir sind mit dieser Fangreise sehr zufrieden», sagte Kube. Trotz der derzeit noch extrem niedrigen Wassertemperaturen von nur vier bis sechs Grad seien auch mehrere Schell- und Kuckuckslippfische und Seeskorpione erbeutet worden. Für Überraschung sorgte der Fang von zwei Seeteufeln, sehr empfindlichen, 20 und 35 Zentimeter großen Fischen, die mit einem angelförmigen Organ Beutefische anlocken und diese dann mit ihrem extrem großen Maul verschlucken.
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