Ostseefischer beenden kürzeste Heringsfrühjahrssaison

Sassnitz/Kiel (ddp-nrd). Mit einer Gesamtfangmenge von rund 10 000 Tonnen haben die deutschen Ostseefischer die bislang kürzeste Heringsfrühjahrsaison aller Zeiten beendet. Nach dem langen Eiswinter und dem verspäteten Start der Stellnetzfischerei zu Ostern seien den Besatzungen der Fischereiflotten in Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein vergleichsweise gute Fänge in die Netze gegangen, sagte der Vorsitzende des Verbandes der deutschen Kutter- und Küstenfischerei, Norbert Kahlfuss, am Dienstag in Sassnitz. Die von der EU erneut gesenkten Fangquoten seien in Rekordzeit abgefischt worden.

Insgesamt sind die Fischer zufrieden mit der Saison. Der Hering habe beste Qualität gehabt, so dass im Vergleich zum Vorjahr bis zu zehn Prozent bessere Preise erzielt worden seien, sagte Kahlfuss. Für manche Schlepppartien seien sogar Spitzenpreise von 50 Cent je Kilogramm gezahlt worden. Trotzdem seien die Erlöse insgesamt rückläufig, weil die zulässige Fangquote auf einem historisch niedrigen Stand gelegen habe.

Ungewöhnlich war in diesem Jahr auch der relativ geringe Fangaufwand. So seien mit weniger Stellnetzen deutlich höhere Tagesfänge erzielt worden. Auch die in Küstennähe operierenden Schleppnetzfischer hätten überdurchschnittlich volle Netze an Bord gehievt, sagte Kahlfuss. Es sei offensichtlich wieder reichlich Hering vorhanden, so dass die Branche für die nächsten Jahren stabilere Fangquoten erwarte.

Ebenfalls Lesenswert:

Kommentar schreiben

Dienstag, 22. Mai 2012

Reservierungsanfrage Ostsee Ferienwohnung