Suche nach weiteren Paraffin-Verschmutzungen auf Rügen
Cuxhaven/Sassnitz (ddp-nrd). An den Stränden von Rügen sind am Sonntag die Reinigungsarbeiten nach der Verschmutzung mit Paraffin fortgesetzt worden. Die Einsatzkräfte suchten jetzt insbesondere an den Steilküsten bei Kap Arkona nach weiteren wachsartigen Klumpen, sagte eine Sprecherin des Havariekommandos in Cuxhaven am Sonntag auf ddp-Anfrage. Insgesamt wurden seit Freitag 80 Kubikmeter der Paraffin-Klumpen eingesammelt und neun Kilometer Strand gesäubert. Bis Sonntagabend hoffen die Einsatzkräfte, die Reinigungsarbeiten abgeschlossen zu haben.
Auf Hiddensee seien keine Verschmutzungen festgestellt worden, sagte die Sprecherin. Auch an den Stränden von Rügen seien keine neuen Paraffin-Klumpen mehr angespült worden.
Die Verunreinigung war am Donnerstag von der Besatzung eines Fischereiaufsichtsbootes in einem Seegebiet vor Kap Arkona entdeckt worden. Zu dieser Zeit soll ein etwa zwölf Seemeilen (22 Kilometer) langer Teppich mit wachsartigen Substanzen auf der Ostsee getrieben sein.
Das Paraffin stammt möglicherweise aus der Ladung eines vorbeifahrenden Schiffes. Die genaue Ursache ist aber noch unklar. Die Wasserschutzpolizei ermittelt. Laut Havariekommando ist das Paraffin nicht wassergefährdend. Es schadet auch der Gesundheit nicht, solange es nicht gegessen oder in die Augen gerieben wird.
Ebenfalls Lesenswert:
- Reinigungsarbeiten am Nordstrand von Rügen fortgesetzt
- Paraffinverschmutzte Strände werden gesäubert
- Hubschrauber erkundet Umweltverschmutzung vor Rügen
- Paraffinverdreckte Ostseeküste größtenteils wieder sauber
- Reinigung der mit Paraffin verschmutzten Strände kostete 75 000 Euro
