Greifswalder Wirtschaftsfakultät erhält Kulturpreis Deutsche Sprache
Greifswald/Dortmund (ddp-nrd). Die Wirtschaftsfakultät der Greifswalder Uni ist mit dem diesjährigen Kulturpreis Deutsche Sprache ausgezeichnet worden. In der akademischen Lehre setze die Einrichtung, ohne die internationale Ausrichtung des Studiums zu gefährden, auf die Sprache Deutsch, teilte die Jury am Mittwoch in Dortmund mit. Die undotierte Auszeichnung, zum neunten Mal vergeben von der Eberhard-Schöck-Stiftung und dem Verein Deutsche Sprache, wird im Oktober am Hauptwirkungsort der Gebrüder Grimm in Kassel überreicht.
Der Preis wird Einrichtungen oder Firmen verliehen, die sich im Alltag um ein klares und verständliches Deutsch bemühen. Die Wirtschaftswissenschaftler in Greifswald seien in der gegenwärtigen «Zwangsamerikanisierung» in der deutschen Hochschullandschaft «standhaft wie Asterix und Obelix», sagte Jury-Mitglied Walter Krämer. Als letzte Fakultät in ganz Deutschland biete sie zudem weiterhin den bewährten Diplom-Studiengang Betriebswirtschaftlehre an. Die Anerkennung solle das Durchhaltevermögen der Greifswalder Uni stärken.
Zu den bisherigen Trägern des Kulturpreises Deutsche Sprache gehörten die Zeitschrift «Computer-Bild», die «Stuttgarter Zeitung», die Firma Weleda und die Schweizer Post, die anders als ihre deutsche Konkurrenz ihre Kunden in deutscher Sprache anredet.
Neben dem Institutionenpreis vergab die Jury weitere Auszeichnungen. Der mit 30 000 Euro dotierte Jakob-Grimm-Preis Deutsche Sprache geht 2010 an den Musiker Udo Lindenberg für dessen Verdienste um die deutschsprachige Popmusik. Den mit 5000 Euro dotierten Initiativpreis Deutsche Sprache erhielt die Arbeitsstelle für deutsch-mährische Literatur an der Universität Olomouc in Polen.
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