Köhler lehnt Begnadigung von Hogefeld ab

Berlin (ddp-nrd). Bundespräsident Horst Köhler hat eine Begnadigung der früheren RAF-Terroristin Birgit Hogefeld abgelehnt. Das teilte das Bundespräsidialamt am Montag in Berlin mit. Die 53-Jährige kann damit nicht vorzeitig aus der Haft entlassen werden. Köhler habe «nach Abwägung aller Gesichtspunkte entschieden, von einem Gnadenerweis abzusehen», hieß es. Grundlage für seine Entscheidung seien eingeholte Stellungnahmen und ein persönliches Gespräch mit Hogefeld gewesen.

Hogefeld war von 1984 bis 1993 eine Führungsfigur der Roten Armee Fraktion. Sie wurde wegen mehrfachen Mordes und Mordversuchs zu lebenslanger Freiheitsstrafe verurteilt. Hogefeld war im Juni 1993 auf dem Bahnhof der mecklenburgischen Stadt Bad Kleinen festgenommen worden. 2008 setzte das Oberlandesgericht Frankfurt am Main die Mindesthaftdauer auf insgesamt 18 Jahre fest. Hogefeld, die sich zurzeit im offenen Vollzug befindet, wird danach voraussichtlich im Juni 2011 aus der Haft entlassen.

(folgt Zusammenfassung bis 17.00 Uhr)

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Dienstag, 22. Mai 2012

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