Elektronische Seekarten sollen benutzerfreundlicher werden

Rostock (ddp-nrd). Elektronische Seekarten sollen künftig benutzerfreundlicher zu bedienen und zu lesen sein. Der Umgang mit diesem komplexen Navigationssystem müsse vereinfacht werden, sagte Mathias Jonas, Chef der nautischen Abteilung des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrografie (BSH), am Montag in Rostock. Das Amt ist vom 3. bis zum 7. Mai Gastgeber einer internationalen Tagung zur elektronischen Seekarte.

Die Experten hydrographischer Dienste aus fünf Kontinenten diskutieren in Rostock unter anderem Möglichkeiten, die Bildschirmdarstellung der Daten zu verbessern. So sollen 3D-Darstellungen auf übergroßen Monitoren künftig dafür sorgen, dass beispielsweise Hafenanlagen hochgenau abgebildet werden, um ein schnelles und sicheres An- und Ablegen zu ermöglichen.

Die elektronischen Seekarten, für deren Herstellung in Deutschland das BSH zuständig ist, sollten zudem weltweit verfügbar und abrufbar sein. Mit Hilfe der drahtlosen Vernetzung von Land- und Bordgeräten ließen sie sich schnell zu einem maritimen Verkehrsleitsystem ähnlich im Flugverkehr entwickeln, sagte Jonas. Unter dem Schlagwort e-navigation entwickle die Weltschifffahrtsorganisation IMO bereits eine entsprechende Gesamtstrategie.

Die deutschen Seegebiete sind vollständig mit amtlichen elektronischen Seekarten abgedeckt. Insgesamt gibt es 130 digitale BSH-Seekarten.

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Dienstag, 22. Mai 2012

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