Norddeutsche Brauerei-Beschäftigte treten in Warnstreik

Hamburg (ddp-nrd). Mit mehrstündigen Warnstreiks haben Beschäftigte norddeutscher Brauereien am Montag den Druck in der laufenden Tarifauseinandersetzung erhöht. In Hamburg und Schleswig-Holstein unterbrachen Mitarbeiter am Mittag für Kundgebungen und Betriebsversammlungen ihre Arbeit, wie der Streikleiter der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), Lutz Tillack, in Hamburg mitteilte.

Aktionen fanden den Angaben zufolge in der Flensburger Brauerei sowie beim Carlsberg-Unternehmen Holsten-Brauerei AG in Hamburg statt. In Hamburg beteiligten sich Tillack zufolge mehr als 150 Beschäftigte, in Flensburg waren es 75 Mitarbeiter. Die Belegschaft der Carlsberg-Tochter Mecklenburgische Brauerei Lübz waren laut NGG vorerst von dem Warnstreik ausgenommen.

Hintergrund ist Tillack zufolge die nach zwei vorangegangenen Verhandlungen festgefahrene Entgeltrunde für die etwa 700 Beschäftigten in Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. Immerhin seien seit Kündigung des Tarifvertrags zum 31. Dezember 2009 bereits vier Monate ergebnislos verstrichen. Tillack bezeichnete das Angebot der Brauerarbeitgeber über eine Erhöhung von 40 Euro für alle Lohngruppen als unakzeptabel. Dies entspreche lediglich einer vergleichbaren Anhebung von 1,42 Prozent für Facharbeiter. Die NGG fordert für den neuen regionalen Anschluss-Entgelttarifvertrag fünf Prozent mehr Lohn und Gehalt bei einer Laufzeit von zwölf Monaten.

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